Die Rolle von Post und Logistik in der Kriegsvorbereitung

DHL zerschlägt die Konzernstruktur, die Post wird ausgegliedert, die Zustellung ausgedünnt und die Zusteller brennen aus. Gleichzeitig werden neue Sortierkapazitäten in der Nähe der Feldpost ausgebaut die US-Armee unterstützt und Kapital nach Südamerika und Westasien exportiert. Um das abzusichern, werden in der Bundesrepublik Gesetze verschärft, das Arbeitssicherstellungsgesetz und der Einsatz von Wehrpflichtigen im Betrieb dienen als Drohkulisse.  

Wie hängt das alles zusammen?

Wie wehren wir uns dagegen?

Über die Fragen und mögliche Antworten wird Tim Laumann referieren. Er ist aktiver Gewerkschafter  bei ver.di und arbeitet bei der Post in Kassel.

Donnerstag, 15.10.2026 um 19:30 Uhr 
Kulturzentrum Lyz, Raum 204,
Siegen, 
St.-Johann-Str. 18

Roter 1. Mai Siegen 2026

Mineralölkonzerne, Immobilienspekulanten und Rüstungsunternehmen sind die Gewinner unserer gegenwärtigen Krise: Sozialabbau statt Daseinsvorsorge – Aufrüstung und Kriegstreiberei statt Völkerverständigung und Frieden – Stillstand statt aktiver Klimapolitik: Das ist ihre Antwort zur Sicherung von Rekordgewinnen für Investoren und Aktionäre, während für einen Großteil der Bevölkerung schlicht nicht genug Geld für ein menschenwürdiges Leben bleibt.

Kriege und bewaffnete Konflikte nehmen kein Ende: Ukraine, Palästina, Venezuela, Iran und viele andere Länder – bald auch Kuba. Die weltweiten Rüstungsausgaben haben astronomische Ausmaße angenommen. Die Rüstungsexporte steigen. Millionen von Menschen sind weltweit auf der Flucht. Die Grenzen Europas und Deutschlands sind nach wie vor abgeschottet. Das Mittelmeer ist immer noch die tödlichste Grenze der Welt. Rassismus und offener Hass nehmen in vielen Ländern der Welt zu – auch in Deutschland. Die Wahrheit ist kein Kriterium mehr, alles wird behauptet und herbeigelogen, Hauptsache es schürt Ängste und Vorurteile. Die politische Lage in unserem Land verschiebt sich deutlich nach rechts.

Kriegstüchtigkeit – dieser Begriff bestimmt die Debatten mittlerweile seit Jahren. Minister Boris Pistorius (SPD) hat sie als Ziel des deutschen Imperialismus ausgerufen. Investitionen gibt es nur, wenn sie militärisch nützlich sind. Im Windschatten der Aufrüstung sowie der imperialistischen Alleingänge der USA wird der deutsche Staat seine Vormachtstellung in der Europäischen Union weiter ausbauen, vor allem militärisch. Die NATO vermag es nicht einmal mehr selbst, sich als „Verteidigungsbündnis“ zu bezeichnen. Stattdessen stehen die Zeichen auf Weltkrieg. Im Gleichschritt wird auf Spaltung und Propaganda und einen autoritären Staat gesetzt. Kanzler Merz setzt mit aller Verbissenheit auf die Militarisierung unseres Landes. Es werden Hunderte von Milliarden Euro an „Sondervermögen“ für die Bundeswehr bereitgestellt. Dieses Geld wird dringend für Bildung, Wohnen und Gesundheit gebraucht. Die gesamte öffentliche Daseinsfürsorge ist marode und braucht Investitionen, die stattdessen in die Rüstung fließen.

Wie kann eine Stadt wie Siegen, die seit Jahren pleite ist und keine Finanzhoheit mehr besitzt, die öffentliche Infrastruktur erhalten und erneuern? Gar nicht – kein Geld.

Kein oder zu wenig Geld haben in unserem Land Millionen von Menschen. Mit niedrigen Löhnen und Renten ist nurmehr ein prekäres Leben möglich. Durch Inflation, Mietenwahnsinn und Privatisierung vieler öffentlicher Güter sinkt die verfügbare Kaufkraft der Mehrheit der Bevölkerung. Die exorbitanten Benzinpreise machen Autofahren immer mehr zum Luxus, die Individualalternative – ein E-Auto – bleibt für die meisten von uns ein unerschwinglicher Wunsch. Wer sich bezahlbar ökologisch bewegen will, quetscht sich in den überfüllten, unzuverlässigen ÖPNV.

Die Bundesregierung kennt allerdings nur eine Lösung: Mit Lohndrückerei, Stellenabbau und Standortverlagerung werden die Werktätigen dieses Landes immer mehr erpresst, zu Nullrunden und Kompromissen gezwungen und uns allen die Luft zum Atmen genommen.

Bertolt Brecht beschreibt den Charakter dieses Systems treffend:

„Reicher Mann und armer Mann

Standen da und sah`n sich an.

Und der Arme sagte bleich:

Wär ich nicht arm, wärst du nicht reich.“

Wir wollen uns mit all dem nicht abfinden! Da muss etwas geändert werden – jetzt erst recht und gemeinsam. Unser Gegner steht im eigenen Land.

Am Kampftag der Arbeiterklasse betonen wir: Wir lassen uns nicht spalten! Nur gemeinsam als Arbeiterklasse können wir den Rechtsruck, die Kriegsgefahr und die Krise überwinden. Dafür müssen wir kämpfen, aber uns ist klar: eine Lösung wird es im Kapitalismus nicht geben!

Heraus zum Roten 1. Mai

Was Passiert im Sudan? – Veranstaltungsreihe im IZ

SA. 6.12. 17 Uhr
Infoveranstaltung „Was passiert im Sudan?“
IZ Siegen
Badstraße 3 57072 Siegen

Aufgrund der seit Jahren andauernden humanitären Katasprophe im Sudan veranstaltet das IZ in den nächsten Monaten eine Vortragsserie mit dem Ziel, Aufklärung zur aktuellen Lage und den historischen Hintergründen zu bieten und Handlungsperspektiven in Deutschland aufzuzeigen.

Mittlerweile findet der Konflikt nach langem Stillschweigen auch den Weg in die deutschen Medien. Dabei gilt er als die größte humanitäre Katastrophe, die wir derzeit auf der Welt beobachten. Lange haben Aktivist*innen darum gekämpft, Aufmerksamkeit zu generieren und die Menschen vor Ort oder auf der Flucht zu unterstützen. Was steckt jedoch hinter dem Bürgerkrieg, wie ist er entstanden? Und handelt es sich um eine ethnische Auseinandersetzung wie deutschen Medien es oft darstellen oder doch eher um eine politische Auseinandersetzung? Woher kommt die neue Aufmerksamkeit der deutschen Medien?

Der erste Vortrag am 6.12. soll als Einstiegsveranstaltung dienen und einen groben Überblick über die lokalen und internationalen Akteure geben, sowie sich mit Perspektiven aus der sudanesischen Diaspora in Deutschland beschäftigen.

Remember Omar Aziz

Remember Omar Aziz!
18.02.1949 – 16.02.2013
Café zur syrischen Revolution
am 16.02. um 16 Uhr
im Internationalen Zentrum (Badstraße 3)

Nach der überraschenden Machtübernahme durch die Hay’at Tahrir al-Sham (HTS) ist die öffentliche Wahrnehmung Syriens wieder ungemein gesunken. Daher wollen wir uns mit der jetzigen Situation, aber auch der Vergangenheit, also der syrischen Revolution beschäftigen.
Wir nehmen den 16.02. den Todestag des syrischen Revolutionärs Omar Aziz zum Anlass für unser Café.

Remember Omar Aziz!
Omar Aziz war ein syrischer Revolutionär, der maßgeblich am Aufbau von lokalen Räten und demokratischen Nachbarschaftskomitees während der syrischen Revolution beteiligt war.
Er setzte sich unermüdlich für eine demokratische Perspektive und interkulturelle Solidarität ein.
Er starb am 16.02.2013 unter ungeklärten Umständen in Assads Adra-Gefängnis.

“Falls die Revolution scheitert, wird mein Leben und das meiner gesamten Generation ohne jegliche Bedeutung sein… alles was wir erträumten und woran wir glaubten, wäre nur eine Illusion.”
 ~ Omar Aziz

5 Jahre Hanau – kein vergeben, kein vergessen

Gemeinsam möchten wir auch dieses Jahr wieder den bei dem rassistischen Attentat am 19. Februar 2020 ermordeten Jugendlichen gedenken. Dazu organisieren wir eine gemeinsame Anreise zur Großdemo nach Hanau am 15.2. um 16 Uhr. Meldet euch dafür per Mail an iz-siegen@riseup.net oder per Direktnachricht auf Instagram (@izsiegen) an.

Treffpunkt: 12.30 Uhr am Siegen Hbf

Außerdem findet am 19.2., dem 5. Jahrestag der rassistischen Morde, eine Gedenkkundgebung auf dem Kornmakrt vor dem Rathaus in Siegen statt.

Start: 18 Uhr, Ende: 20 Uhr

Hanau war kein Einzelfall!

Morde wie in Hanau sind in Deutschland zu einem erschreckenden Phänomen geworden, das von Politik und Medien oft verharmlost wird. Wir wollen nicht zulassen, dass diese Taten in Vergessenheit geraten. Wir wollen daran erinnern, wohin Hass und Hetze führen können.

Doch wir sehen, dass sich kaum etwas verändert hat: Die AfD droht, als zweitstärkste Kraft in den Bundestag einzuziehen, und deutsche Medien schenken dem kürzlich verübten rassistischen Massenmord in Schweden kaum Beachtung. Es ist immer das gleiche Spiel – solange wir nicht selbst aktiv werden und etwas verändern!

Kein Vergeben, kein Vergessen!

Wir gedenken:
Kaloyan Velkov
Mercedes Kierpacz
Vili Viorel Păun
Said Neshar Hashemi
Hamza Kurtović
Ferhat Unvar
Fatih Saraçoğlu
Sedat Gürbüz
Gökhan Gültekin
#saytheirnames

RÄUME FÜR VERÄNDERUNG

Türkçe/English 👇🏻

FR. 29.11. 19 Uhr

Gespräch mit Eren (Bildungsinitiative Ferhat Unvar), Klara (Aktivistin aus Gießen) und Karo (IZ Siegen)

IZ Siegen, Badstraße 3, 57072 Siegen

Welche Chancen aber auch Herausforderungen gibt es in der Bildungs- und Nachbarschaftsarbeit? In dieser Veranstaltung sollen unterschiedliche Konzepte und Projekte vorgestellt werden, die sich auf unterschiedlichen Wegen mit der Veränderung unserer Welt beschäftigen. Gäste aus Hanau und Gießen berichten von ihren Erfahrungen, Erfolgen und Schwierigkeiten. Die ineinander verflochtenen Kämpfe gegen Rassismus, Sexismus, Queerfeindlicheit oder andere Diskriminierungsformen, die tief verwurzelt in unserem System sind, werden nicht selten durch staatliche Institutionen oder parteiliche Strukturen vereinnahmt, und politischer Aktivismus zu einer Karriere umgedeutet. Selbstorganisierte Stadtteilarbeit als Gegenkonzept ist dafür in vielen Städten in den letzten Jahren zu einem ‚Trend‘ herangewachsen.Auf Grundlage des im Buch „The Revolution will not be funded“ von INCITE! aufgeworfenen Widerspruchs, das sich mit dem Non-Profit-Sektor in den USA und der Korruption in und innewohnenden Problemen in Stiftungen auseinandersetzt, stellen wir uns die Frage: Wie kann Arbeit dieses System wirklich von innen verändert werden und kann Selbstorganisierung in Form von zum Beispiel Stadtteilprojekten eine Lösung sein?Die Veranstaltung lädt explizit zum kritischen Austausch ein und richtet sich sowohl an bereits in politischen Bewegungen oder Institutionen involvierte Personen, als auch an Interessierte.

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FR. 29.11. 7 pm

SPACES FOR CHANGE

Talk with Eren (Ferhat Unvar educational initiative), Klara (activist from Gießen) and Karo (IZ Siegen)IZ Siegen, Badstraße 3, 57072 Siegen

What opportunities and challenges are there in educational and neighbourhood work? This event will present various concepts and projects that deal with changing our world in different ways. Guests from Hanau and Giessen will report on their experiences, successes and difficulties. The intertwined struggles against racism, sexism, queer hostility and other forms of discrimination, which are deeply rooted in our system, are often appropriated by state institutions or party structures, and political activism is reinterpreted as a career. Self-organised neighbourhood work as a counter-concept has become a ‚trend‘ in many cities in recent years.Based on the contradiction raised in the book „The Revolution will not be funded“ by INCITE!, which deals with the non-profit sector in the USA and the corruption and inherent problems in foundations, we ask ourselves the question: How can work really change this system from within and can self-organisation in the form of, for example, neighbourhood projects be a solution?

The event explicitly invites critical exchange and is aimed at people already involved in political movements or institutions as well as interested parties.

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FR. 29.11. 7 pm

DEĞİŞİM İÇİN MEKANLAR

Eren (Ferhat Unvar eğitim girişimi), Klara (Gießen’den aktivist) ve Karo (IZ Siegen) ile tartışma

IZ Siegen, Badstraße 3, 57072 Siegen

Eğitim ve mahalle çalışmalarında ne gibi fırsatlar ve zorluklar var? Bu etkinlikte dünyamızı farklı şekillerde değiştirmeyi ele alan çeşitli konseptler ve projeler sunulacak. Hanau ve Giessen’den gelen konuklar deneyimlerini, başarılarını ve zorluklarını anlatacaklar. Sistemimizde derin kökleri olan ırkçılık, cinsiyetçilik, queer düşmanlığı ve diğer ayrımcılık biçimlerine karşı iç içe geçmiş mücadeleler, genellikle devlet kurumları veya parti yapıları tarafından sahiplenilmekte ve siyasi aktivizm bir kariyer olarak yeniden yorumlanmaktadır. Bir karşı kavram olarak öz-örgütlü mahalle çalışması son yıllarda birçok şehirde bir ‚trend‘ haline gelmiştir.ABD’deki kar amacı gütmeyen sektörü ve vakıflardaki yolsuzluk ve içsel sorunları ele alan INCITE! tarafından yazılan „Devrim finanse edilmeyecek“ kitabında ortaya konan çelişkiden yola çıkarak kendimize şu soruyu soruyoruz: Bu sistemi gerçekten içeriden nasıl değiştirebiliriz ve örneğin mahalle projeleri şeklinde öz-örgütlenme bir çözüm olabilir mi?

Etkinlik açıkça eleştirel fikir alışverişine davet ediyor ve halihazırda siyasi hareketlere veya kurumlara dahil olan kişilerin yanı sıra ilgili tarafları da hedefliyor.