KOBANÊ – Filmvorführung

Kinoabend der Kurbelkiste in Kooperation mit dem Zentrum der kurdischen Gesellschaft Siegen e. V.
DO. 2.2.23
Einlass: 18:00 Uhr
Beginn: 18:30 Uhr
Kulturhaus LYZ, Schauplatz St.-Johann-Straße 18, 57074 Siegen

140 Minuten, FSK: 18 Jahre

VVK: 7,00 €, Solipreis: 10,00 €
Abendkasse: 10,00 €

2014. Der Islamische Staat (IS) kontrolliert bereits die Hälfte von Syrien und dem Irak und drängt unerbittlich in Richtung der kurdisch-syrischen Stadt Kobanê. Zehra, eine 32-jährige Kurdin, gehört zu denjenigen Kräften, die mit aller Macht dafür kämpfen, dass der IS wieder vertrieben wird. Der Film erzählt die Geschichte des Widerstands von Kobanê gegen den „Islamischen Staat“ (IS). Kobanê wurde weltweit zu einem Symbol der Hoffnung. 135 Tage lang wurde erbittert Straße für Straße und Haus für Haus freigekämpft. Eine Geschichte von Glaube und Angst, Krieg und Widerstand, Kameradschaft und Verrat; eine Geschichte über Liebe, Verlust, Heldentum und Opferbereitschaft zusammen mit der Intensität von Krieg und Revolution. „Nichts wird jemals wieder so sein.“

Ein Bericht Zur Filmvorführung von Hakikat

Knapp 130 Leute besuchten die Vorstellung in der Aula des Kulturhaus LŸZ am Mittwochabend des 21.12.22. Zu Getränken und frischem Gebäck starteten wir die Veranstaltung mit einer Einführung in die Entstehungsgeschichte des Epos, auf welchem der Film beruht, vorgetragen durch unseren Referenten und Vereinsmitglied Dr. Ali Ekber Doğan. Doğan ist Absolvent der Middle East Technical University im Bereich der Politikwissenschaften und öffentlichen Verwaltung. Er promovierte am SBF Urbanization Chair Universität Ankara und beschäftigt sich mit unabhängigen Forschungs- und Schreibaktivitäten. In seiner Einführung setzte er sich vor allem auch mit der geschichtlichen Bedeutung und Herausstellung von Bedreddins Aufstand als Vorläufer jener Aufstände, die sich im 16. Jahrhundert in Anatolien gegen die Entwicklung des Osmanischen Reichs hin zu einem zunehmend totaltitären Feudalstaat häuften. Die anschließende knapp zweistündige Vorführung regte das Publikum zur lebendigen Debatte an, die nach einer kurzen Pause auf den Film folgte. Kurzum: ein toller Abend mit aufschlussreichen Gesprächen und positiver Resonanz.

„Hakikat“ – Filmvorstellung und Vortrag im LŸZ

[Türkisch weiter unten]


Am 21.12. um 18 Uhr
Im LŸZ, St.Johann-Str.18, 57074 Siegen
Im türkischen Original mit deutschen Untertiteln

Mit einem Vortrag von Dr. Ali Ekber Doğan
Eintritt frei.

Wenn es irgendwo Grausamkeit und Ungerechtigkeit gibt, beginnt die Suche nach Recht und Gerechtigkeit.

Der Film „Hakikat Şeyh Bedreddin“ erzählt die Geschichte dieses Kampfes für Rechte, der in den 1400er Jahren begann und sich auch bis heute erstreckt. Im Jahr 1416 sind bereits 13 Jahre nach dem Sieg Timurs über das Osmanenreich in der Schlacht bei Ankara vergangen. Bei dem entscheidenden Bruderkampf ging Çelebi Mehmed als Sieger hervor und konnte den osmanischen Thron für sich beanspruchen. Obwohl der harte Streit um den Thron nun endgültig beigelegt ist, stehen nun neue Probleme ins Haus. Die Bewohner der Dörfer haben mit einer hohen Steuerlast zu kämpfen, die sie in die Armut drängt. Während Şeyh Bedreddin (gespielt von Suavi) nach Iznik verbannt wurde, machen es sich nun seine Schüler Börklüce Mustafa (gespielt von Bülent Emrah Parlak) und Torlak Kemal (gespielt von Saygin Soysal) zur Aufgabe, die Landbevölkerung unabhängig von ihrer Religionszugehörigkeit zu vereinen.
Es ist sehr wichtig, von welcher Seite die Lehre von Şeyh Bedreddin (deutsch: Sheikh Bedreddin), der Mitte der 1300er und frühen 1400er Jahre lebte, betrachtet wird. Manche sehen in ihm einen Rebellen, der gegen die Osmanen rebellierte, andere als Denker, der mit dem Volk gegen Unterdrückung stand und das Volk organisierte. Eins ist klar: er war ein geschätzter Gelehrte – ein Wegbereiter, der in der Stagnationsperiode des osmanischen Reiches einen hiesigen Platz einnahm. Doch nicht alleine, sondern zusammen mit seinen Schülern Mustafa Börklüce und Torlak Kemal.

Lasst uns die Wahrheit in den Wind ziehen, lasst uns mit Freunden wie Börklüce, Torlak Kemal und natürlich mit Bedreddin Gefährten sein.

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„Hakikat, Şeyh Bedreddin“ filmi 1400’lü yıllarda Anadolu topraklarında yaşanan din-dil farkı bilmeyen eşitlikçi halk destanının öyküsünü anlatıyor. 1416’da Timur’un Ankara Savaşı’nda Osmanlı İmparatorluğu’na karşı kazandığı zaferin üzerinden 13 yıl geçmişti. Çelebi Mehmed, belirleyici kardeş katliamı mücadelesinden galip çıkmış ve Osmanlı tahtının varisi olmuştu. Taht konusundaki zorlu anlaşmazlık nihayet çözülmüş olsa da köylüler, balıkçılar, lonca esnafı ve onların çalışanları 10-13 yıl aradan sonra kendilerini yeniden Osmanlı’nın yoksullaştırıcı ağır vergileriyle baş etmek zorunda kalıyordu. Tasavvuf düşüncesi içinden eşitlikçi bir toplum tasavvuru geliştirmiş Şeyh Bedreddin (Suavi’nin canlandırdığı) İznik’e sürgün edilirken, Börklüce Mustafa (Bülent Emrah Parlak’ın canlandırdığı) ve Torlak Kemal (Sayın Soysal’ın canlandırdığı), iki ayrı koldan, Osmanlı’nın sınıfsal eşitsizlikleri arttıran politikalarına dönüşü simgeleyen yeni sultan Mehmet Çelebi’ye karşı kırsal nüfusla kentin emekçilerini birleştirmeyi misyon edinen bir isyan hareketi başlamışlardı.
1300’lerin ortasıyla 1400’lerin başında yaşamış olan Şeyh Bedreddin’in öğretisine hangi sınıfın penceresinden bakıldığı önemlidir. Kimi onu Osmanlı’ya başkaldıran bir asi, kimi zulme karşı halkın yanında yer alan, halkı örgütleyen bir düşünür olarak görüyor. Açık olan bir şey var: Bedrettin kendisini idam edenlerin de değerini teslim ettiği bir düşünürdü. Osmanlı İmparatorluğu’nun can çekiştiği fetret döneminde, halka bu topraklarda barış ve huzur içinde yaşayacağı bir sosyal kurtuluş ufku, bir ütopya çizmişti. Düşüncesinin bugünlere ulaşan gücünün kaynağıysa talipleri Mustafa Börklüce ve Torlak Kemal’in binlerce insanı peşinden sürükleyen destansı eylemleridir.


21 Aralık Günü Siegen Lyz Kültür Merkezindeki ücretsiz „Hakikat“ filmi etkinliğinde buluşalım. Şeyh Bedreddin, Börklüce Mustafa, Torlak Kemal ve yol arkadaşlarının kutlu anısını gelecek kuşaklara, çocuklarımıza, gençlerimize aktaralım.

Fahrt zur Gedenkstätte des KZ Buchenwald

Wir sind vergangenen Sonntag zur Gedenkstätte des KZ Buchenwald gereist und wurden dabei von Klaus Dimler, dem Sohn des damals inhaftierten Antifaschisten Kurt Dimler begleitet. Wir freuten uns sehr, dass alle Plätze im Reisebus belegt waren und sehr großes Interesse besteht sich aktiv mit der Vergangenheit und den Kriegsverbrechen des NS Regimes auseinanderzusetzen.

Klaus Dimler überließ uns am Ende noch Unterlagen die sein Vater und ein Offizier der US Armee nach der Befreiung des KZ zusammengetragen haben, welche die Verbrechen der SS dokumentierten. Wir werden diese in den nächsten Wochen zusammenfassen und euch zur Verfügung stellen, damit auch folgende Generationen die schreckliche Geschichte und den Leidensweg nicht vergessen werden. Es handelt sich hierbei um wichtige Dokumente und Erlebnisse aus erster Hand eines Überlebenden, seines Vaters, die der Nachwelt erhalten bleiben und mahnen sollen den Schwur von Buchenwald umzusetzen. Klaus Dimler mahnte, dass mit dem Ableben der Überlebenden und ihrer Nachkommen teile der Geschichte in Vergessenheit geraten könnten.

Wir bedanken uns bei allen die uns begleitet haben und besonders bei Klaus Dimler mit dem wir auch weiterhin in Kontakt bleiben werden. Außerdem @siegen_gegen_rechts die ebenfalls dabei waren. Außerdem bedanken wir uns bei der Caritas Siegen, die uns während des Projekts im Rahmen des Bundesprogramms ,,Demokratie leben!“ begleitet und unterstützt hat.

Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus!

Musik: Die Moorsoldaten
Melodie: Rudi Goguel, 1933 im KZ Börgermoor

Spendenübergabe an SamaFood nach Brandanschlag

Heute haben wir uns mit Muhamed Moho vor seinem durch einen mutmaßlich rassistisch motivierten Brandanschlag zerstörten Laden „SamaFood“ getroffen, um ihm die Spendensammlung zu überreichen. Vor wenigen Tagen wurde erneut eine Hassbotschaft mit einer Stinkbombe im Briefkasten des Ladens gefunden. Dies mal mit der Drohung „Wer nicht hören will , muss sich fühlen“.   Doch Muhamed lässt sich nicht einschüchtern. Die Aufräumarbeiten in vollem Gange, und der Laden muss entkernt werden. „Ich mache hier weiter. Ich lasse mich nicht vertreiben“
Besonders unterstützen ihn neben der finanziellen Hilfe der Rückhalt und die Solidarität aus der Bevölkerung, der er einen besonderen Dank ausspricht.


Wir bedanken uns bei den rund 122 großzügigen Spender*innen, die uns mit ihren Spenden aus Siegen und weit darüber hinaus unterstützt haben. Insgesamt haben wir auf PayPal 2375€ gesammelt!


Der Mut von Muhamed und Solidarität in Siegen zeigen deutlich, dass wir uns von solchen Menschen niemals einschüchtern lassen dürfen. Wir sind mehr und stehen zusammen für ein vielfältiges Siegen.

Wir bedanken uns bei Siegen gegen Rechts für die Zusammenarbeit.

Solikonvoi aus Siegen

Letzte Vorbereitungen für den Solikonvoi aus Siegen

Vielen Dank für die bisherigen Spenden. Aktuell sind viele Lager der Hilfsorganisationen überfüllt, weshalb wir vorerst keine weiteren Spenden mehr benötigen. Da sich der Bedarf täglich ändert haltet die Augen offen falls ihr selbst bei den Aufräumarbeiten unterstützen wollt. Fahrt NICHT direkt in die betroffenen Gebiete sondern informiert euch über die angebotenen Shuttle-Busse die euch in regelmäßigen Abständen zu den Orten bringen an denen Hilfe dringend benötigt wird. Fragt in den Orten nach ob noch Sachspenden benötigt werden und welche Gegenstände fehlen.

Wir melden uns das nächste mal direkt von der Arbeit.

Fahrt zur Mahn- und Gedenkstätte KZ Buchenwald – Anmeldung

Wir planen eine Anreise zur Mahn- und Gedenkstätte des KZ Buchenwald. Gemeinsam wollen wir an einer von Zeugen der Zeitzeugen begleiteten Führung teilnehmen und anschließend eine der Ausstellungen besuchen.

Die Kosten werden nach aktuellem Stand weitestgehend übernommen, sodass für Teilnehmende weder Fahrt noch Eintrittskosten entstehen. Wir werden euch mit Lunchpaketen ausstatten, sodass alle versorgt sind. Die Fahrt dauert ein paar Stunden, sodass wir einen ganzen Tag einplanen und in den Morgenstunden losfahren und am späten Abend zurückkehren.

Den genauen Termin geben wir nach Koordination mit der Gedenkstätte noch bekannt, geplant ist die Reise bisher Ende September / Anfang Oktober.

Wer mitkommen will schreibt uns am besten eine E-Mail, sodass wir euch in der weiteren Planung einbeziehen können.

Die Plätze sind begrenzt, deshalb können wir nicht für alle einen Platz garantieren.

E-Mail: iz-siegen@riseup.net

Hanau Gedenk Shisha Café – Vortrag von Jules El-Khatib (DIE LINKE.NRW)

Razzien in Shisha Cafés, rechte Chats bei der Polizei und dem Frankfurter SEK die auch in Hanau im Einsatz waren, mediale Berichterstattung über Clan Kriminalität und rechte Terroranschläge. All diese Dinge bestimmen aktuell viele Titelmeldungen in Tageszeitungen. Doch welcher Zusammenhang lässt sich erkennen?

Wir wollen in unserem Shisha-Café auf diese Dinge eingehen und gleichzeitig den 9 in Hanau ermordeten Migrant*innen gedenken, sowie auf die Hintergründe des Anschlags und rassistisch motivierter Gewalt aufmerksam machen.

Dieses mal wird es einen Vortrag von Jules El-Khatib geben (DIE LINKE.NRW), welcher unter anderem auf Fragen eingehen wird wie:

Werden Shisha Cafés durch Razzien kriminalisiert?

Warum wird seit wenigen Jahren von Clan Kriminalität geredet und welche Folgen hat diese Berichterstattung?

Welche Rolle spielen soziale Klassen in diesem Kontext der Shisha Cafés als besonders migrantisierte Orte? Und welche Rolle spielt diese gesellschaftliche Aufteilung in soziale Klassen?

Das ganze findet bei uns im Garten statt und ist kostenlos, es wird Shisha, Snacks und kühle Getränke geben. Kommt vorbei und bringt Freunde und Verwandte mit!

Hanau Dokumentation und Shisha Café – 19Februar -Anschlag

Anlässlich des Anschlags in Hanau gab es bei uns am Samstag eine Dokumentation mit anschließender Diskussion. Weil der rassistische Anschlag auf ein Shisha Café verübt wurde das ganze bei uns im Rahmen eines Shisha Cafes durchgeführt. Wir bedanken uns bei allen Unterstützern und freuen uns auf die nächste Veranstaltung.